Verdammte Hunde

Blech kracht auf Blech
Ich wache auf
Der Gemüsemann hustet

Ratternd fährt der Rollbalken nach oben
Meine Rippen graben sich in meine Lungen
„Hau jetzt ab, die Kunden kommen!“
Er wirft mir eine alte Avocado zu
Sie landet in meiner Ecke

Meine Hände gehören mir noch nicht
Ich rolle mich auf die Knie
und hinterlasse einen großen dunklen Fleck
„Wieder die verdammten Hunde“, rufe ich ins Geschäft
Es hört sich an, wie aus einem tiefen Brunnen
Als mich der Morgenwind erfasst, spüre ich es kalt im Schritt
Wie immer nach solchen Nächten

Hinter dem Futter meines Mantels
hole ich meine  löchrige Wollmütze hervor
die meine letzten Strähnen zähmt
und die Krusten am Hinterkopf verdeckt
Meine Knie zittern als ich mich nach vor neige

Ich schaue auf: kein Mensch in Sicht.
Der erste Schritt ist immer der Schwerste
Was danach kommt nennst du Leben.

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